Klärus und die Die Blaue Blume

...nicht die Schätze sind es, die ein so unaussprechliches Verlangen in mir geweckt haben, sagte der Jüngling zu sich selbst; fern ab liegt mir alle Habsucht: aber die blaue Blume sehn’ ich mich zu erblicken. [Novalis]

Freitag, 9. September 2011

Prolog zum Manuskript des dritten Romans und Autobiographie

"Klärus und die Blaue Blume"


Klärus hat bereits sechzig Jahre seines irdischen Lebens hinter sich. Wir befinden uns in der Zeit der großen Transformationen auf Erden.


Klärus ist ein Mensch wie Du und Ich, mit dem Unterschied, er geht bzw. fährt seinen Weg mit einem körperlichen Handicap. Er hatte wie nach Plan, im zarten Alter von acht Jahren zusammen mit vielen anderen Menschen den Virus zu einer Polioinfektion, welche man Kinderlähmung nennt, angenommen.




Er wusste lange hier auf Erden nicht warum, aber es machte das Leben spannender und bot mehr Möglichkeit zu wachsen und zu sein. Durch tiefe Täler gehend, ließ ihn sein Leben erkennen, dass er mehr ist als nur sein Körper. Er erfuhr, wo er her kam, und wohin er gehen wollte. Er lernte die Gesetze des Lebens kennen, den Weg der Umkehr und die Gefahren, die auf dem Wege lauerten. Viele Steine, die auf dem Wege lagen, mussten und müssen immer noch umfahren werden, auch kam er oft kaum vorwärts, bis er erkannte, dass er sich die Steine selbst in den Weg legte.


Klärus glaubte immer wieder, im Leben angekommen zu sein. Sein Leben ist schon lange Zeit mit spiritueller Weisheit bereichert und er hatte für sich die Information, dass er was Krankheit betraf, optimal geschützt zu sein, wenn er nur auf die Gesetze des Lebens achtete, und schon gar keine Polio mehr bekommen könne, da er die ja schon hatte. Er wurde vom Leben stets eines Besseren belehrt. Die Gesetze des Lebens sind verworren und doch so einfach. (siehe „Augenblicke im Leben eines Menschen“)




Durch die permanente Überforderung seines Nerven- und Muskelapparates erlebte er die Akuterkrankung von neuem. Er erfuhr, dass es ein Post-Polio-Syndrom gibt, welches nach einer Phase der Erholung, zwanzig, dreißig, sogar vierzig Jahre später, den eh schon Geplagten erneut treffen kann. Alles was für ihn im Leben Bestand hatte, brach zusammen. Er musste mit einer minimalen Leistungsfähigkeit sein Leben neu definieren. Erst in dieser Zeit erfuhr er die Botschaft, die dahinter verborgen. Hätte er keinen so guten Draht zum Großen Geist, er wäre an der neuen Situation zerbrochen. Doch der führte ihn in neue Lebenserfahrungen und zu dem Bewusstsein, dass es kein Unheilbar gibt. Er schickte ihm den Schlichten Diener aus der geistigen Welt und durch ihn erfuhr er, dass es Möglichkeiten zwischen Himmel und Erde gibt, welche immer mehr Menschen zur Verfügung stehen in einer Zeit großer Umwandlungen auf Erden, denn der Große Geist beschließt, ob der menschlichen Dramen, wie dem des Klärus, auch all seinen Geschöpfen mitsamt der Erde die Möglichkeit der Wandlung zum Guten zu bringen. (siehe „Hinterm Horizont) Für Klärus ist klar, es gibt kein Unheilbar und somit gibt es auch für ihn die Möglichkeit, Heilung für den Körper zu erfahren. Heilung für die Seele und dadurch Heilung für seinen schwer begrenzten Leib.


„In uns existieren wunderschöne, wie auch wilde Kräfte“ beschreibt schon der Heilige Franziskus von Assisi die Möglichkeit, welche in jedem Menschen steckt.


Doch Klärus erfährt immer mehr die Möglichkeit der Beschränkungen. Seine körperliche Leistungsfähigkeit wird immer eingeschränkter.


Wo ist sie, die Möglichkeit, den Schmerzzyklus zu durchbrechen, ihn umzuwandeln, um in einen Zustand der Leichtigkeit und Freude zu gelangen. Klärus durchlebt die dunkelsten Nächte seines Erdenlebens. Zumindest glaubt er das auch jetzt in der Zeit, in welcher der Große Geist beschlossen hat, seinen Kindern zu ermöglichen, ihr wahres Wesen zu erkennen, sie nicht mehr im Glauben ihrer Begrenzungen zu belassen wie einem Strichmännchen, das im Glauben lebt, es gäbe keinen Raum, welcher es umgibt.


Seine Kinder sollen erfahren, dass sie mehr sind, als nur ihr Körper und dass sie verbunden sind mit allem was ist, eins mit dem Großen Geist, denn seine Kinder hier auf Erden haben engelhafte Energie. Der Große Geist hat seine Kinder nicht zum Leiden auf diesen Planeten gebracht, aber er hat ihnen den Freien Willen zum experimentieren gegeben.


Nun, in dieser Zeit der Transformation, bekommen seine Kinder die Erkenntnis, warum sie hier auf dieser Erde sind. Sie sind ein Teil des Planeten, doch die Wenigsten wissen, dass sie ewig sind. Sie sind nicht nur Mensch. Sie sind ein Stück vom Universum. Und wenn sie mit der jetzigen Kenntnis ihres Menschseins fertig sind, dann gehen sie weiter zur nächsten und zur nächsten und zur nächsten. Der Mensch weiß noch nicht, dass er immer war und immer sein wird.


Viele Kinder des Großen Geistes haben zugesehen, wie dieser Planet gebaut wurde. Schwer zu glauben, es gibt viele alte Seelen, welche zuschauten, wie die Erde geformt wurde und sie haben gewusst, dass sie jetzt hier sein würden, um an dieser Umwandlung teilzunehmen - vielleicht sogar du, lieber Leser. Anzunehmen, sonst hättest du jetzt nicht dieses Gefühl, innerlich zu lächeln.
Ob diese menschlichen Wesen es wissen oder nicht, der Große Geist hat einen neuen Schutzmantel um ihren Wohnplaneten Erde gelegt, damit die Folgen ihrer Gedanken und Taten durch ihre Unwissenheit deren Zerstörung verhindern möge. Zu lange durfte der Mensch mit seinem freien Willen für Unfug sorgen, wie ein Kind, welches nicht die schützende Hand von Vater und Mutter spürt und in seiner Unwissenheit und Grenzenlosigkeit sich selbst und anderen Schaden zuführt.


Welch ein Jubel in den geistigen Reichen, denn es war für unsere geistigen Brüder und Schwestern nicht einfach, mit anzusehen, zu was die Menschenkinder im Glauben an die Kräfte des Dunklen fähig waren und immer noch sind, in der Zeit, in welcher die Menschenkinder immer noch glauben, vom Große Geist getrennt zu sein, in einer Zeit, in welcher die Kinder des Großen Geistes glauben, dass Hass und Neid und Habgier Wirklichkeiten sind. Natürlich sind das Wirklichkeiten, denn diese Kräfte wirken ja durch die Kraft und den Glauben an die Angst. So schuf der Mensch sich Generation für Generation Wunden in seiner Seele, welche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft prägten und prägen werden. Aber damit soll nun Schluss sein. Der Große Geist möchte die Erde wieder zu einem fried- und freudvollen Planeten wandeln. Dazu braucht er aber die Unterstützung seiner Kinder. Dieser Prozess begann in der Zeit, in welcher eine unmenschliche Mauer im Herzen Europas der Erneuerung zum Opfer viel, in dem Land, in welchem diese Geschichte stattfindet. Nun ist die Zeit der Erneuerung wesentlich fortgeschritten. In anderen Bereichen der Erde toben Kriege oder es gibt anderes Gerangel um Macht, um Geld und auch um Nahrung und Wasser. Es ist die Phase des sich Zuspitzens. Nichts bleibt so, wie es war und ist. Die Menschen wehren sich gegen Willkür und Ungerechtigkeit.


Auch in den äußersten Winkeln dieser schönen Erde ist die Umwandlung nicht zu übersehen. Überall werden Menschen beginnen, das Leben mit anderen Augen zu betrachten. Dort, wo großer Mangel herrscht, werden plötzlich viele Ideen und Tatkraft wie Pilze aus dem Boden schießen. Menschen treten aus ihrer Opferhaltung heraus und neue Helfer werden noch mehr Unterstützung zur Selbsthilfe geben und keine Abhängigkeiten mehr schaffen. Es ist Hilfe von einem Herzen zum anderen. Kriegsherde werden verebben, die Energie des Kampfes ist müde und wird einschlafen. In dieser Zeit ist das neue Bewusstsein weit fortgeschritten. Die Welt ist am sich ändern und die Botschaften des Großen Geistes werden bewusster empfangen, um sie in das menschliche Leben zu integrieren. Alles, was Mutter Erde an Wunden mit sich herumschleppt, sind die Wunden der Kinder des Großen Geistes, die wiederum die Wunden aus der Geschichte ihrer Vorfahren mit sich herumschleppen. Diese Wunden müssen sichtbar sein, damit sie gelöst werden können.


Klärus, der Held unserer Geschichte hat auf seinem bisherigen Lebensweg gelernt, dass der Weg der Bewusstheit der Weg der Empfänglichkeit ist. Der Mensch Schöpfer hier auf Erden ist, der beginnt, so er bereit, sich der Quelle des Großen Geistes zu öffnen, sich seinem wahren Selbst zu öffnen.


Und Klärus erkennt, dass es hinter allem empfundenen Leid ein Mysterium geben muss, die Liebe zu erkennen und mit ihr das Leid zu wandeln. Somit wächst die Erkenntnis der Bewusstheit. Es ist der Weg über die Dunkelheit zum Licht. Wir alle sind Kinder des Großen Geistes und im Grunde vollkommene Wesen, denn der Große Geist hat uns vollkommen geschaffen. Wir sind eine herrliche Offenbarung der Quelle, ausgestattet mit Vollkommenheit.

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